Aufregendes spielt sich im heruntergekommenen Gutshof Bitterlich ab, auf dem die alte Gräfin (Heidi Himmelmann) das Zepter in der Hand hält, nachdem ihr Mann – der alte Spieler – verstarb und die Familie in Geldnot zurückließ. Treu zur Seite stehen ihr der Buttler Johann (Josef Helfrich) und das Dienstmädchen Clara (Henrike Meyer-Helfrich), die für die anstehende Adelshochzeit alles vorbereiten. Um die Familie und Gut Bitterlich vor dem Ruin zu bewahren soll die von der Liebe enttäuschte Enkeltochter Isabelle (Christine Lochner) mit dem Firmenerben von „Interplast und Co“ Leonhard Schellenberg (Thorsten Müller) verheiratet werden. Eingefädelt haben das ihre aufgeregte Mutter Marta von und zu Bitterlich (Birgit Täger-Trapp) sowie ihr Vater Heinrich (Stefan Sturm), geborener von Baiser – galanter Charmeur aus niederem Adel.

Doch auch die Auftragslage der Plastikfirma sieht mehr als bitterlich aus und so erhofft sich Firmeninhaber Oswald Schellenberg (Charly Diel) mit der Hochzeit seines Sohnes mit der Adelsfamilie, ebenfalls einen großen Deal gelandet zu haben. Mutter Constanze Schellenberg (Betti Schmitt), Ehefrau im Schatten des Firmenbesitzers möchte mit der Hochzeit endlich ins Rampenlicht treten. In den Wirren der Hochzeitsvorbereitung taucht die ältere Tochter der Gräfin, Victoria auf (Renate Schmack) die mit Rubbellosen und Glücksspielen die Hochzeitsgesellschaft bunt aufmischt. Wie gut, dass da der anwesende und immer hungrige Pfarrer Schlemmer (Michael Bien) für jede Gelegenheit einen passenden Bibelspruch bereithält. Im Laufe der Vorbereitungen ist die Braut urplötzlich verschwunden. Die Fachfrau für Beauty und Wellness Petra Schönbeck (Marion Weisbeck) war die letzte, die sie lebend gesehen hatte. Da hilft nur noch Pfarrer Schlemmer, der damals schon als Pater Braun in Rom kriminalistisch ermitteln durfte.

Die ganz große Story wittert dabei Journalistin Virginia Schneider (Stefanie Eckart) mit ihrem Fotografen Franz Semmelring (Manfred Sakoucky), die exklusiv von der Hochzeit berichten sollen. Doch in den Ermittlungen taucht plötzlich Alfred (Karsten Täger), der vor Jahren verschwundene ältere Zwillingssohn der Fabrikantenfamilie auf und bringt die Braut auf dem Krankenhaus zurück. Dort hatte er sie nach einem Herzanfall hingebracht, den sie nach dem geheimen Wiedersehen mit ihrer großen Liebe erlitten hatte. Nun wird das Liebesleben neu gemischt und zum großen Finale stehen plötzlich 3 neue Brautpaare auf der Bühne: Isabelle und Alfred, Reporterin Gina, die von Leonhard Schellenberg um die Hand angehalten wurde und Franz Semmelring und die glücksspielsüchtige Victoria, die sich Hals über Kopf ineinander verliebt haben. Zum Ende hin wird dann endlich das große Familiengeheimnis gelüftet, als die Gräfin und ihr Buttler Johann am Bühnenrand stehen, Hand in Hand… und sich beide über die Hochzeit IHRER Kinder und Enkelkinder freuen. Dann verschwinden sie gemeinsam im „roten Salon“.