Zum achten Mal hatte „Theater hausgemacht“ aus Bimbach zu dem hausgemachten Lustspiel „Nichts ist, wie es scheint… – und alle machen mit“ ins Bürgerhaus Bimbach eingeladen.

Als Autoren mit tollen Einfällen und ungewohnten Ideen haben sich erfolgreich Cornelia Fritz und Klaus Gabriel betätigt. Unerwartet für ein Lustspiel die Einleitung schaurig und gruselig mit dem Lied vom Tod. Eulenrufen in dunkler Nacht, Geisterspuk, Grablichtern und -kreuzen und einer knarrenden, von schwarzen Geisterhänden bewegten Friedhofspforte. Was dann ein sich in Liebe verzehrendes Pärchen zur Fastnachtszeit, als Gorilla und Biene Maja maskiert, hinter der Friedhofsmauer trieb, passte aber schon eher zu einem fröhlichen Lustspiel.

Und dann ging das Theater los. Engagiert und motiviert und mit beachtlichem schauspielerischen Talent präsentierten die Hobbyschauspieler ein flottes Stück mit tollen Einfällen und mitreißenden Gags. 24 Jahre später im Hause von Erika (Bettina Schmitt) und Kurt Höfling (Klaus Gabriel), die so lange schon unglücklich verheiratet gemeinsam mit Erikas ledigen Schwester Hannelore(Christine Lochner) in einem Hause wohnen. Schuld daran ist der Vater der Schwestern, der dies am Sterbebett verlangt hatte. Geldgierig zeigt sich Tochter Annemarie (Kerstin Kümmel), eine gescheiterte Studentin. Zur Familie gehört außerdem die dritte, mannstolle Schwester Wilma (Renate Schmack). Sie ist dank eines Lottogewinnes reich und wird von allen gerne um ihr Geld erleichtert. Einig sind sich alle, dass Hannelore weg muss, und so wird für sie ein Mann gesucht. Kandidaten sind Kurth Freund Willi Notnagel (Thorsten Müller), Annemaries Freund Theo (Stefan Keller), der sich als Eberhard von Eberbach entpuppt und der Finanzberater Andreas Weinberg (Michael Jansen). Zu dem lustigen Verwirrspiel tragen ferner Gundula von Hofstätten alias Professorin Dr. Müller-Eckerle(Renate Süss), und die Biene Maja (Kerstin Hofmann) nicht unerheblich bei. Bis alles so scheint wie es ist, kommt es zu vielen zwerchfellerschütternden Situationen. Doch es kommt schließlich zu einem guten Ende mit nicht immer zu erwartenden Lösungen.

Das begeisterte Publikum dankte für fast drei Stunden schöne und gute Unterhaltung mit reichlich Applaus. Theater hausgemacht bietet Anderes als die gewohnten Lustspiele.